Hans Roos

9 August - 26 August
Korte Vijverberg 2  Den Haag

 


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‘Roundness is the suitable shape for objects that belong nowhere and everywhere’

(The power of the center by Rudolf Arnheim, 1982)

 

Tondo, so wurde ein rundes Gemälde in der Renaissance genannt. Runde Kunstwerke gibt es bereits seit der griechischen Antike. Aber warum runde Gemälde? Das ist die Frage, mit der Hans Roos (NL, 1950) um das Jahr 2010 ein ganz neues Abenteuer begann. Nachdem er jahrelang Design und Illustrationen am Computer entworfen hatte, störte er sich an den Begrenzungen des Bildschirms. Sowohl am Format als auch an der rechteckigen Form.

 

Die Repräsentation der sichtbaren Wirklichkeit ist fast ausnahmslos von einem rechteckigen Rahmen begrenzt (Foto, Film und Gemälde). Rückzuschließen auf unsere Augen und die Bildfläche, auf die dieser Rückschluss resultiert, nicht eckig, grundsätzlich rund, das war sein Ausgangspunkt. Ein solcher Rahmen weist keine Ecken auf, keine direkte Beziehung zu den rechten Linien des umgebenden Raums. Er scheint vor allem auf sich selbst und noch nachdrücklicher auf das eigene Zentrum zu verweisen.

 

Sich für einen Umriss ohne Ecken zu entscheiden hat Konsequenzen. Die Entwicklung einer eigenen, neuen Bildsprache. Und die „Entwöhnung“ von den Ecken hat Folgen für die Komposition und den Aufbau des Gemäldes. Er begann mit großen geometrischen Flächen, die mit dem Rahmen sehr wohl oder eben auch nicht in Kontakt kamen oder diesen Rahmen schlechterdings leugneten, so wie man durch ein Fenster sieht, außerhalb dessen sich Linien fortzusetzen scheinen.

 

Ein rundes Bild weist eine Tendenz zum „Rollen“ auf. Bei einem Rechteck lassen die vorhandenen Ecken kompositorische Möglichkeiten zur Beruhigung des Bildes zu. Aber bei runden Gemälden ist es eine Herausforderung, das Bild „ruhig zu stellen“. Josef Albers‘ Gemäldeserie Hommage an das Quadrat war hierbei eine große Inspiration für Hans Roos. Die Position der Quadrate unter der Mitte stabilisiert in etwa die Komposition im Quadrat.

 

Durch das Augenmerk auf die Begrenzungen der gemalten Fläche entwickelte Hans Roos nach und nach ein Interesse an dem Rahmen, mit denen traditionelle Gemälde umsäumt werden. Denn dort endet das Gemälde definitiv. Oder besser: Der Rahmen ist die Schwelle zwischen der Welt innerhalb und außerhalb des Gemäldes. Aber warum sind es dann in der Regel dekorative Elemente, aus denen die Schwelle besteht? Dekorative Elemente, vor allem durch ihren repetitiven Charakter und die ins Spiel gebrachte Symmetrie, beanspruchen nur kurz unsere Aufmerksamkeit und geben dem, was sie einschließen, Raum. Die jüngsten Gemälde sind eine Erforschung der Möglichkeiten von Mustern und deren Wirkung in einem runden Rahmen.

 

Ideen, die aus diesen Studien hervorgehen, werden zunächst als Zeichnung umgesetzt. Durch den geometrischen Charakter der Arbeit ist die Übersetzung von der Skizze zum Bildschirm leicht möglich. So können die Farberkundung und die kompositorischen Variationen sehr zügig vonstatten gehen. Die endgültige Umsetzung des konkreten Bildes muss dann erst noch beginnen.

 

Die handwerkliche Phase, die Herstellung der gebogenen Keilrahmleisten und das Aufspannen der Leinwand ist wie ein einleitender Tanz vor dem Akt des Malens. Es ist wichig, die letztendlich gewählte Komposition ohne jedes Zögern vom Bildschirm zu übernehmen. Das Malen selbst, mit der permanenten Möglichkeit zur Abweichung, ist vorläufig ausgesetzt. Dem Entwurf wird strikt gefolgt, was beruhigend ist, da die Malereien immer komplexer werden. Durch das große Format befindet er sich buchstäblich im Gemälde und sieht, wie es sich entwickelt, ganz anders als das Bild auf dem Monitor.

 

Die tanzende Leinwand, der Grund, das Auftragen von dünnen Farbschichten, die Wirkung der Farben, alles sorgt dafür, dass das Gemälde ein eigenes Leben zu führen beginnt. Kopieren wird dann Interpretieren und aufs Neue Entscheidungen treffen, die sich vom Ausgangspunkt ableiten.

 

Aus großem Abstand zu sehen, dass das Bild sich teilweise in Details auflöst, um dann von Nahem wahrzunehmen wie das Gemälde sich öffnet, bereitet ihm große Freude.

 

 

Newsflash

foto essinsje Bolsward, juni 2018

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Collectie FRAC Grand Large – Hauts-de-France, Duinkerke
Foto Wolfgang Neeb

 

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